Technologisch, herausfordernd – und zukunftsorientiert
Als IT Project Lead im Bereich Intellectual Property trägt Isabel Janez aktiv zur digitalen Transformation bei. Die 23-Jährige ist von der strategischen Verbindung von Technologie und Innovation fasziniert. Dabei liegt ihr ein verantwortungsvoller Umgang mit den neuen Möglichkeiten am Herzen.
Isabel Janez
IT Project Lead - Intellectual Property
Lernen, mitarbeiten – und Verantwortung tragen
Das große Interesse für technische Themen wird in Isabel Janez von ihrem Vater geweckt, der ihr bis heute viel Wissen dazu mitgibt. So scheint es wie eine logische Konsequenz, dass sich die heute 23-Jährige auch in der Schule für MINT-Fächer, vor allem Mathematik, begeistert. „Ich mochte es, logisch zu denken und Probleme zu lösen“, so die Ravensburgerin. „Mich interessierte insbesondere die Frage, wie Technologie gezielt eingesetzt werden kann, um den Alltag zu erleichtern und Abläufe effizienter zu gestalten.“ Diese Neugier bewegt die Abiturientin zu einem dualen Studium der Wirtschaftsinformatik an der DHBW mit Schwerpunkt Data Science, was die ideale Verbindung von Technologie, datengetriebenem Arbeiten und wirtschaftlichem Denken darstellt.
„Ich habe mich bewusst für die Kombination aus Theorie und Praxis entschieden, weil ich nicht nur studieren, sondern auch gleichzeitig im Unternehmen mitarbeiten, Verantwortung übernehmen und früh echte Einblicke bekommen wollte.“
Das globale Technologieunternehmen ZF Friedrichshafen AG erweist sich schnell als passgenaues Partnerunternehmen. Dort sammelt die Studentin wertvolle erste Praxiserfahrungen, insbesondere in den Bereichen Data Science und Advanced Analytics – ein Umfeld, in dem sich ihr besonderes Interesse an künstlicher Intelligenz schnell entwickeln konnte. Nach dem Bachelorabschluss entscheidet sich Isabel Janez für den Masterstudiengang Intelligent Systems an der Technischen Hochschule Ulm, ist währenddessen in internationalen Forschungsprojekten aktiv, nimmt an Konferenzen teil und arbeitet als Tutorin. In diesem vielfältigen Rahmen setzt sich die junge IT-Spezialistin intensiv mit Themen wie vertrauenswürdiger KI, Automatisierung und ethischen Fragen rund um Technologie auseinander – und profitiert davon bis heute.
Die perfekte Mischung von Kreativität, Empathie und analytischem Denken
Was sich wie eine runde Sache liest, wurde auch von Isabel Janez selbst so erlebt. „Ich würde jederzeit wieder denselben Weg einschlagen. Jede Station meines bisherigen Werdegangs hat mir neue Perspektiven eröffnet und mir geholfen, meine Interessen und Stärken weiterzuentwickeln. Auch wenn nicht alles gradlinig verlief, waren es gerade die Umwege und Herausforderungen, die mich geprägt und wachsen lassen haben.“ Doch auch weiteren Themenfeldern gegenüber zeigt sie sich offen. Neben ihrem Interesse an Technik und Daten hegte die Bildende Künstlerin schon immer eine große Faszination für kreative und menschenzentrierte Themen – Felder, die heute bewusst in ihre Arbeit einfließen dürfen.
„Für mich schließen sich Kreativität, Empathie und analytisches Denken nicht aus. Gerade im MINT-Bereich erlebe ich, wie wertvoll diese Kombination ist. Ob bei der verständlichen Aufbereitung komplexer Daten, der Entwicklung neuer Ideen oder beim verantwortungsvollen Umgang mit KI: Kreative und empathische Perspektiven sind für mich genauso essenziell wie technisches Fachwissen.“
Um mit dieser Idee auch andere zu inspirieren, engagiert sich Isabel Janez ehrenamtlich im Bereich Bildung und Deep Tech.
Zwischen Technologie, Innovation und menschlichem Austausch
Auch ihren Arbeitgeber, die ZF Friedrichshafen AG, würde sie als Young Professional immer wieder wählen, da hier technologische Innovationskraft, eine internationale Ausrichtung und ein klarer Schwerpunkt auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Mobilität beispielhaft aufeinandertreffen. Darüber hinaus schätze sie auch besonders die zahlreichen Entwicklungsperspektiven sowie ihr vielfältiges Aufgabenfeld, das sich an der Schnittstelle von Technologie, Daten, Prozessen und Innovation bewegt. „Mein Arbeitsalltag ist eine abwechslungsreiche Mischung aus Analyse, strategischer Konzeptarbeit, interdisziplinärer Zusammenarbeit und der Umsetzung neuer Ideen.“

So sei das Data Analytics & Reporting im IP-Umfeld ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit. Dabei analysiere und visualisiere sie patentbezogene Daten, um fundierte Entscheidungsgrundlagen zu schaffen und Optimierungspotenziale sichtbar zu machen. Parallel entwickle sie Anwendungsfälle im Bereich KI. Als weiteren Tätigkeitsschwerpunkt nennt die Informatikerin die Modellierung und Optimierung von Prozessen rund um Patente und IP-Management. „Hier arbeite ich eng mit Kolleginnen und Kollegen zusammen, um bestehende Abläufe zu analysieren und effizientere, digital unterstützte Lösungen zu entwickeln.“ Zudem treibt sie die Weiterentwicklung interner und externer Tools, sowohl konzeptionell, als auch technisch, voran.
Bei dieser bunten Mischung an Aufgaben und Themenfeldern sei vor allem die enge Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen, Kulturen und Perspektiven sehr inspirierend.
„Die Kombination aus technischer Tiefe, Innovationsbezug und menschlichem Austausch macht meinen Job für mich besonders wertvoll.“
Arbeitsanspruch und Arbeitsqualität über Geschlecht
Dass sie als Frau sowohl im Studium als auch in der beruflichen Praxis zur Minderheit zählt, ist eine Tatsache, an die sie sich erst gewöhnen musste. „Gerade zu Beginn hatte ich manchmal das Gefühl, nicht dazuzugehören und mich besonders beweisen zu müssen. Mit der Zeit durfte ich jedoch lernen, dass der eigene Anspruch und die Qualität der Arbeit mehr als äußere Erwartungen zählen. Wer seine Stärken kennt und kontinuierlich gute Leistungen erbringt, überzeugt langfristig – unabhängig vom Geschlecht oder Alter.“ Aus dieser Erkenntnis heraus möchte sie aktiv dazu beitragen, dass sich künftig noch mehr Frauen in technischen Studiengängen und Berufen willkommen fühlen. Genau dieses Teilen von Erfahrungen und der Austausch mit anderen Frauen hätten ihr viel Kraft, ein Gefühl von Verbundenheit und schließlich Klarheit für ihren eigenen Weg geschenkt. Damit sich mehr junge Frauen für eine Karriere im MINT-Bereich entscheiden würden, seien ihrer Ansicht nach vor allem mehr Sichtbarkeit und gezielte Unterstützung erforderlich. „Es braucht Vorbilder, die zeigen, wie vielfältig, kreativ und sinnstiftend MINT-Berufe sein können und dass es vor allem auf Neugier, Interesse und Mut ankommt, nicht auf Perfektion.“ Für ebenso wichtig erachte sie eine frühe und bewusste Förderung in der Schule, in deren Rahmen Lehrkräfte das Potenzial von Mädchen gezielt wahrnehmen und frei von überholten Rollenbildern stärken. Ergänzend benötige es mehr Aufklärung über berufliche Möglichkeiten und niedrigschwellige Zugänge, etwa durch praxisnahe Projekte, Praktika oder Mentoring-Programme.
Neue Potenziale entfalten – fachlich und menschlich
Was ihre berufliche Zukunft anbelange, so sei die Vielfalt an Entwicklungsmöglichkeiten enorm. „Wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, kontinuierlich zu lernen und mutig neue Wege zu gehen, kann in diesem Berufsfeld viel bewegen.“ So sehe sie sich langfristig in einer Führungsrolle an der besagten Schnittstelle. „Mein Ziel ist es, Teams zu befähigen, neue Technologien nicht nur effizient, sondern auch verantwortungsbewusst einzusetzen und dabei Lösungen zu gestalten, die messbaren und nachhaltigen Mehrwert schaffen. Dabei möchte ich nicht nur Projekte erfolgreich umsetzen, sondern auch andere dabei unterstützen, ihr Können zu zeigen. Denn echter Fortschritt entsteht dort, wo technisches Knowhow, Teamgeist und gemeinsame Werte aufeinandertreffen.“ Wenn die Expertin für KI-Anwendung abends den Rechner zuklappt oder in den Urlaub fährt, trägt die leidenschaftliche Köchin und aktive Sportlerin genau diesen forschen Geist mit. „In meiner Freizeit liebe ich es, in Bewegung zu sein und Neues zu entdecken. Ich reise gerne, am liebsten in Kombination mit dem Tauchen, um unter Wasser dasselbe zu tun wie am Arbeitsplatz: unbekannte Welten zu erleben.“
