Ingenieurin für die Energiewende

Nicht tatenlos zuschauen, sondern die Zukunft mitgestalten – das möchte Laura Herrmann aus Karlsruhe mit ihrer Arbeit als Ingenieurin erreichen. Für die 26-Jährige war früh klar, dass es dafür keine geeignetere Branche als die Naturwissenschaften gibt. Als Ingenieurin im MINT-Bereich hat sie die Möglichkeit zu forschen, an Lösungen zu arbeiten und letztlich etwas zu bewegen. Sie arbeitet als Projektmanagerin bei der EnBW und entwickelt nachhaltige und innovative Verfahren im Energiebereich.

MINT-Berufe Frauen Portrait

Laura Herrmann

Projektmanagerin bei der EnBW

Frau in Arbeitskleidung lacht in die Kamera mit einem Schriftzug "Projektmanagerin R&D.

Mit Energie und Mechanik etwas bewegen

Die Disziplinen Energie und Mechanik waren es, die Laura bereits in der 7. Klasse im Physikunterricht packten und ihre Leidenschaft für die Naturwissenschaft entfachten. Es dauerte nicht lange, bis sie sich auch in ihrer Freizeit mit Licht, Wärme und mechanischen Körpern beschäftigte. „Mich fasziniert die Möglichkeit, mit Gesetzmäßigkeiten unsere Umwelt zu erklären und zu beschreiben“, sagt die in Offenburg aufgewachsene Laura Herrmann. Nach der Oberstufe stand für sie fest: Auf ins Physikstudium!

Gesagt, getan: Das Physikstudium nahm sie am Karlsruher Institut für Technologie auf. Dort begeisterten sie vor allem die technischen Aspekte und die Anwendung physikalischer Modelle. Doch irgendetwas fehlte ihr, so ganz angekommen fühlte sie sich noch nicht.

„Während Physik sich mit Grundlagenforschung beschäftigt, fällt die Anwendung der bekannten Gesetze zur Entwicklung neuer Prozesse und Verfahren in den Bereich des Ingenieurwesens. Daher wechselte ich in den Bachelorstudiengang Bioingenieurwesen, ebenfalls am KIT.“ Am KIT setzte sie nach dem Bachelorabschluss drei Jahre später noch den Masterstudiengang Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik drauf. Dort konnte sich Laura als angehende Ingenieurin besonders stark mit den Themen beschäftigen, für die sie schon immer eine gewisse Faszination hegte: Energie und Nachhaltigkeit.

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„Als Ingenieurin bin ich an der Realisierung neuer Entwicklungen beteiligt und kann aktiv Veränderung bewirken“

Als Projektmanagerin bei der EnBW in Karlsruhe widmet sich Laura täglich der nachhaltigen Energiegewinnung. Gemeinsam mit ihrem Projektteam forscht sie momentan daran, wie Lithium aus Thermalwasser gewonnen werden kann. „Als Ingenieurin bin ich an der Realisierung neuer technischer Entwicklungen beteiligt und kann so aktiv Veränderung bewirken und etwas vorantreiben. Dieser Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft ist für mich der beste Aspekt des Jobs“, betont Laura.

Als Ingenieurin ist Laura nicht nur an den Forschungsprojekten beteiligt, sondern kümmert sich in ihrer alltäglichen Arbeit als Projektmanagerin auch um die Erstellung der Projektkalkulation, plant Laborexperimente sowie deren Auswertung und erarbeitet gemeinsam mit ihrem Team neue technische Lösungen. Dabei ist es immer wichtig, den neuesten Stand der aktuell verfügbaren Technologien zu kennen und andere Forschungsprojekte mitzuverfolgen. Im Job ist sie ein absoluter Teamplayer: „Die Projekte werden in Teams umgesetzt und ein Austausch mit Teamkollegen, aber auch Externen, Spezialisten und Lieferanten findet statt. Daher ist eine hohe Team- und Kommunikationsfähigkeit in meinem Job als Ingenieurin sehr wichtig.“

Eine Promotion soll ihre akademische Laufbahn als Ingenieurin ergänzen

Teamarbeit ist ihrer Meinung nach im MINT-Bereich nicht zu unterschätzen. Das gilt für die alltägliche Arbeit, aber auch für das Studium. Ohne die Zusammenarbeit mit Kommilitonen und Kommilitoninnen wäre das Studium für Laura sehr herausfordernd gewesen. „Besonders in den schwierigen Phasen fand ich es sehr hilfreich, mich mit den anderen auszutauschen“, sagt sie.

Trotz manchen Herausforderungen, vor allem zu Beginn des Studiums, machte Laura das Bachelor- und Masterstudium viel Spaß.

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„Ich bin stolz auf meine persönliche Entwicklung in dieser Zeit und habe gelernt, über mich hinauszuwachsen.“

Ganz abgeschlossen hat sie mit ihrer akademischen Laufbahn aber noch nicht. Die Ingenieurin plant, im Energieforschungsbereich zu promovieren, um sich noch tiefgreifender mit diesem Thema zu beschäftigen.

Frau mit Schutzbrille im Labor, die ein Experiment durchführt.
„Wir waren eine bunt gemischte Truppe aus Männern und Frauen und haben uns prima ergänzt“
Trotz des Interesses an Naturwissenschaften Sprachen lernen nicht vergessen
Traumjob Ingenieurin
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„Ich habe als Ingenieurin im MINT-Bereich meinen Traumjob gefunden und würde mich, könnte ich nochmal wählen, nicht anders entscheiden.“

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