Unternehmensporträt
Der Geschäftsbereich Power Systems von Rolls-Royce entwickelt nachhaltige Lösungen für Antrieb und Energieerzeugung. So stehen mtu-Notstromaggregate unter anderem in Krankenhäusern oder Rechenzentren bereit und springen dann ein, wenn das Stromnetz ausfällt. mtu-Antriebssysteme treiben die größten Yachten, die schnellsten Fähren, Züge oder Muldenkipper an – zuverlässig und effizient, seit über 110 Jahren. Unsere modernen mtu-Verbrennungsmotoren spielen auch bei der erfolgreichen Gestaltung der Energiewende eine zentrale Rolle. Mit nachhaltigen Kraftstoffen wie HVO oder Wasserstoff betrieben, erzeugen sie schon heute fast klimaneutral Antrieb und Energie. Zudem elektrifizieren wir unsere Aggregate als Hybridsysteme, bieten rein batterieelektrische Lösungen sowie Microgrids an, die erneuerbaren Energiequellen, Batteriespeicher sowie die Stromerzeugung und Verbrennungsmotoren kombinieren.
Die Zukunft liegt uns am Herzen, genauso wie die Förderung von Frauen in MINT-Berufen. Drei dieser Frauen stellen wir hier vor. Sie alle arbeiten an Technologien für den Antrieb und die Energie von morgen.
Emily Maisel

Ich bin im zweiten Lehrjahr zur Industriemechanikerin mit Berufskolleg und die einzige Frau in meiner Ausbildungsgruppe. Technik hat mich schon immer begeistert und deswegen war ich auch auf dem Technischen Gymnasium in Ravensburg. Nach dem Abitur wollte ich erst mal eine technische Ausbildung machen und ich bin sehr glücklich darüber, diese bei Rolls-Royce Power Systems absolvieren zu können.
Jeden Tag entdecke ich Neues über Maschinen und Technik- das macht richtig Spaß und motiviert mich, immer weiter zulernen. Ich durfte auch 5 Wochen ein Auslandspraktikum in Australien antreten, dort habe ich so viel Neues dazugelernt! Man muss bei einer technischen Ausbildung als Frau keine Angst haben, dass man anders behandelt wird – man packt genauso mit an!
Nach der Ausbildung möchte ich wahrscheinlich den Maschinenbautechniker machen, am besten in verkürzter Form, um mich noch schneller weiterzuentwickeln und neue Herausforderungen anzunehmen. Die Welt der Technik bietet so viele Möglichkeiten und spannende Aufgaben, dass sie für jeden, der neugierig ist, viel zu bieten hat.
Es ist toll zu erleben, wie vielfältig und lebendig dieser Bereich ist – und wie viel Freude es macht, Teil davon zu sein. Eine technische Ausbildung zu absolvieren, öffnet sehr viele Türen. Ich kann es nur empfehlen, wenn man sich dafür interessiert, es zu machen, egal was andere dazu sagen.
Raga Madhuri Juturu

Seit meiner Kindheit haben mich große Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fasziniert. Ich glaube fest daran, dass schon eine einzige Idee, klug umgesetzt, nachhaltige Wirkung entfalten kann – so wie die Erfindung des Rads, die nicht nur den Transport, sondern ganze Gesellschaften verändert hat. Getrieben von diesem Glauben und dem Wunsch, etwas Sinnvolles für Gesellschaft und Umwelt beizutragen, habe ich mich für ein Maschinenbaustudium entschieden.
Auf meinem Weg war ich oft die einzige Frau im Raum. Gerade in einem männerdominierten Umfeld Stereotype zu hinterfragen, hat mein Selbstvertrauen und meine Widerstandskraft gestärkt. Vor 15 Jahren begann ich meine Laufbahn bei Rolls-Royce Power Systems als Design Engineer und entwickelte mich innerhalb von elf Jahren bis zur Director Position im Engineering weiter. Geleitet von Leidenschaft und Ausdauer blieb ich fokussiert – auch wenn manche Menschen Frauen immer noch eher in der Rolle der Hausfrau sehen. Bei Rolls-Royce Power Systems hatte ich das Glück, großartige Mentorinnen und Mentoren an meiner Seite zu haben und in einem Umfeld zu arbeiten, in dem meine Beiträge wertgeschätzt wurden – ganz ohne Vorurteile.
Mein größter Rückhalt ist mein Mann. Gemeinsam stemmen wir zwei Vollzeitkarrieren und ziehen unsere zwei Kinder groß. Als Führungskraft und Mutter möchte ich meinem Team und meinen Kindern ein starkes Beispiel geben: dass es möglich ist, seiner Leidenschaft zu folgen und gleichzeitig eine Familie liebevoll zu begleiten – und beides miteinander aufblühen zu lassen.
MINT-Berufe erfordern Engagement, bieten aber auch die Chance, Lösungen zu entwickeln, die unsere Welt verbessern und eine lebenswertere Zukunft gestalten – eine Zukunft, für die wir alle gemeinsam Verantwortung tragen.
Juliana Zwerger

Schon früh entwickelte ich eine Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik. Als Kind besuchte ich die Kinderuni in Friedrichshafen und entschied mich später in der Schule bewusst für ein naturwissenschaftliches Nebenfach.
Ein wichtiger Impuls kam schließlich auch durch meine Teilnahme am Programm „Schule macht Technik“ bei Rolls-Royce Power Systems, bei dem ich das Unternehmen erstmals kennenlernte. Ein Praktikum in der Fertigungsplanung sowie der Austausch mit zwei Ingenieurinnen in der Familie, bestärkten mich in meiner Entscheidung für das Ingenieursstudium.
Nach meinem Bachelorstudium Maschinenbau – Produktion und Management an der DHBW in Friedrichshafen und dem Masterstudium Systems Engineering – Industrial Management an der TH Ulm arbeite ich heute als Projektingenieurin bei Rolls-Royce Power Systems. In meiner aktuellen Rolle bin ich an der Erweiterung eines internationalen Produktionsstandorts beteiligt.
An meinem Beruf schätze ich vor allem die Vielfalt der Aufgaben. Solch große Industrieprojekte verbinden technische Fragestellungen mit organisatorischen und kommunikativen Herausforderungen. Man arbeitet mit unterschiedlichen Menschen und Fachbereichen zusammen – genau diese Mischung aus Technik und Zusammenarbeit macht für mich den Reiz aus.
Neben meiner Arbeit engagiere ich mich auch selbst dafür, jungen Menschen Einblicke in technische Berufe zu geben. Als Dozentin an der DHBW, auf Berufsmessen und an Schulen berichte ich von meinen persönlichen Erfahrungen, gebe Einblicke in die Vielfältigkeit des Ingenieurberufs und eröffne Perspektiven, die junge Menschen inspirieren sollen. Denn gerade als Frau in einem männerdominierten Feld weiß ich, wie entscheidend Vorbilder sind – diese Rolle nehme ich bewusst ein.