Faszinierende Einblicke in die Mobilität von Morgen – fünftes regionales Netzwerktreffen bei der e-mobil BW am 7. Juli 2026

Bereits zum fünften Mal kamen am 7. Juli 2026 Vertreterinnen und Vertreter von Partnerorganisationen der Landesinitiative zu einem regionalen Netzwerktreffen der Reihe „BW-MINT-vernetzt“ zusammen. Fünf Mitarbeiterinnen der gastgebenden e-mobil BW, Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg, in Stuttgart stellten dabei deren vielfältige Tätigkeitsfelder vor. Durch die Einbindung von mehreren Mentimeter-Umfragen hatten die 15 Teilnehmenden erstmals bei einem „BW-MINT-vernetzt“-Treffen die Möglichkeit, ihr Wissen über die gastgebende Bündnispartnerin und deren spezifische Themen sowie Aktivitäten zu testen und zu erweitern.

Fünf Frauen und ein Mann in einem angeregten Gespräch

Einführung in die e-mobil BW und den Cluster Elektromobilität Süd-West

Ein Gruppenbild von vielen Erwachsenen auf einer Treppe

Zu Beginn stellte Alina Fleck, Leiterin Elektromobilitätstechnologien, die Landesagentur e-mobil BW und den Cluster Elektromobilität Süd-West vor. Die e-mobil BW ist in Baden-Württemberg die Anlaufstelle für alle Belange rund um den Mobilitätswandel. Die Kernthemen bilden dabei Automotive (inklusive Elektromobilität), Daten (einschließlich AI und AD) und Wasserstoff-Technologien (inklusive synthetischem Kraftstoff). Die Landesagentur umfasst acht Netzwerke und arbeitet mit Unternehmen, Start-ups, Forschungsinstitutionen, Kommunen und der Politik zusammen.

Zu den Aufgaben gehören außerdem die Unterstützung bei Förderprogrammen sowie die Initiierung und Koordination von Verbundprojekten. Neue Mobilitätstechnologien werden von der Industrialisierung über die Markteinführung bis zur Anwendung begleitet. Diese Aktivitäten werden von acht Teams umgesetzt, von denen wiederum vier von Frauen geführt werden. Insgesamt sind bei der Landesagentur 26 Frauen beschäftigt, das entspricht einem Anteil von ca. 60 Prozent.
Rund 270 Organisationen sind im Cluster Elektromobilität Süd-West aktiv und bilden damit eines der größten Technologiecluster in Baden-Württemberg. Sein Fokus liegt auf innovativen, elektrischen und digitalen Fahrzeugtechnologien zur Gestaltung einer ressourcenschonenden und energieeffizienten Mobilität der Zukunft in Baden-Württemberg.

Qualifizierungsprojekte und MINT-Förderung

Marleen Keller, Referentin für Fachkräftequalifizierung, gab einen Überblick über Qualifizierungsprojekte. Beispielsweise zum Projekt QualitBatt BW. Es besteht aus rund 40 kostenfreien Qualifizierungsseminaren, die anwendungsorientiert entlang der gesamten Batteriewertschöpfungskette Themen abbilden. Die Kurse stehen Mitarbeitenden aus baden-württembergischen KMU kostenfrei zur Verfügung. Oder das von der EU mitfinanzierte Erasmus Plus-Projekt Voltage.

Es zielt darauf ab, die berufliche Bildung in der europäischen Batterieindustrie durch Wissensaustausch zwischen Bildungseinrichtungen und der Industrie zu stärken. 14 Projektpartner und drei assoziierten Partner aus Deutschland, Schweden, Finnland und der Türkei arbeiten zusammen, um etwa junge Talente für die Batterieindustrie zu gewinnen, qualifizierte Fachkräfte weiterzuentwickeln sowie Innovation in der beruflichen Bildung zu fördern.

Eine junge Frau hält eine Präsentation vor einer großen Gruppe

Unterstützung von KMU bei der Transformation

Der Transformationsprozess stellt die Automobilwirtschaft vor enorme Herausforderungen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der Zuliefererindustrie und dem Kfz-Gewerbe benötigen kompetente Unterstützung, um am Markt bestehen zu können. Luisa Klingler, Werkstudentin bei der e-mobil BW, stellte die Aktivitäten von Transformationswissen BW vor. Dazu zählen die Bereiche Wissen, Vernetzung, Beratung und Qualifizierung. Beispielsweise werden Zulieferer und Kfz-Betriebe in Lotsengesprächen dabei unterstützt, passende Angebote für ihre Transformation zu finden, Handlungsfelder zu bestimmen und konkrete nächste Schritte abzuleiten. Ergänzend dazu bietet die Online-Veranstaltungsreihe „Automotive in Bewegung“ KMU praxisnahes Wissen zu Technologietrends, neuen Geschäftsmodellen und Wachstumschancen.

Wasserstofftechnologien und politische Aktivitäten

Eine junge Frau hält eine Präsentation vor einer großen Gruppe

Bei der Gestaltung der Energiewende ist Wasserstoff ein entscheidender Baustein. Michelle Vernekohl, Referentin für Wasserstofftechnologien, präsentierte u.a. den Industriedialog reFuels Baden-Württemberg. ReFuels, also auf grünem Wasserstoff basierende Kraftstoffe, sind ein möglicher Weg, um das Ziel der in Deutschland bis 2045 angestrebten Klimaneutralität zu erreichen. Das Projekt verbindet die zentralen Problemstellungen des Systems (z. B. Angebotsseite aktivieren und Markthochlauf unterstützen) und übersetzt sie in konkrete Arbeitspakete. Dazu gehören die Stärkung der Wertschöpfung in Baden-Württemberg und der Aufbau eines Netzwerks.

Auf die politischen Aktivitäten der e-mobil BW ging Tabea Ruckh-Friedrich, Referentin für die Plattform H2BW, Wasserstoffwirtschaft und Infrastruktur, ein. Dazu gehört unter anderem die Mitwirkung im Strategiedialog Automobilwirtschaft BW (SDA) sowie die fachliche Begleitung des Wasserstoff-Beirats Baden-Württemberg, der die Landesregierung beim Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft berät. Ein zentrales Instrument zur Umsetzung der wasserstoffpolitischen Aktivitäten ist die Plattform H2BW. Sie ist mit rund 260 Netzwerkpartnern die zentrale Anlaufstelle für Akteure rund um den Energieträger Wasserstoff in Baden-Württemberg. Die von der e-mobil BW betreute Plattform bündelt Informationen, fördert den Wissenstransfer zwischen laufenden Projekten und unterstützt Akteure bei der Umsetzung ihrer Vorhaben.

Abschluss und Ausblick

Im Anschluss an die ausgesprochen spannenden Vorträge tauschten sich die Teilnehmenden angeregt über die Transformation der Automobilbranche sowie über Aktivitäten der jeweiligen Partnerorganisation aus. Dabei entstanden auch Ideen für künftige Kooperationen: So lud Alina Fleck die anwesenden Bündnispartnerinnen und Bündnispartner zum 2. Women in Open Source Netzwerktreffen am 12. November 2026 in The FZI House of Living Labs in Karlsruhe ein. Das fünfte Netzwerktreffen kam bei den Teilnehmenden insgesamt sehr gut an. Jasmin Kapahnke, Mitarbeiterin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, fasste ihre Eindrücke so zusammen:

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„Die Veranstaltung hat mir wertvolle Impulse und tiefe Einblicke in die Arbeit von e-mobil BW gegeben. Besonders beeindruckt haben mich die Vielfalt der Wege, die Frauen dorthin geführt haben: Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Richtungen, oft abseits einer klassischen MINT-Karriere – und heute sind sie alle mit großem Einsatz und echter Begeisterung in der MINT-Welt aktiv.”

Sina Herzig, Referentin bei der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, bewertet ihre Teilnahme am 5. Regionale Netzwerktreffen ebenfalls als sehr positiv:

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„Für mich war das Netzwerktreffen der Landesinitiative Frauen in MINT-Berufen die erste Teilnahme. Besonders beeindruckt hat mich dabei, wie viele Partnerorganisationen vertreten waren. Das zeigt, welchen Stellenwert die Initiative für alle Beteiligten hat. Die Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche der e-mobil BW und der persönliche Austausch im Anschluss haben mir noch einmal verdeutlicht, wie vielfältig MINT-Berufe sind, mit wie viel Engagement sich die Menschen dahinter einsetzen und wie wichtig es ist, genau diesen Bereich weiterhin zu stärken.“

Das nächste regionale Netzwerktreffen für die Partnerorganisationen wird im Frühjahr 2027 beim Verband kommunaler Unternehmen – Landesgruppe Baden-Württemberg in Stuttgart stattfinden.

Frauen und Männer in einem Konferenzraum im Gespräch

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