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Eine wichtige Säule des Beteiligungsprogramm@MINT sind die MINT-Netzwerktreffen, bei denen Unternehmen im gegenseitigen Austausch stehen. Im Fokus dieser MINT-Netzwerktreffen steht die Sicherung des Fachkräftebedarfs. Spannende Einblicke liefern dabei verschiedene Keynotes und anschauliche Best-Practices, die für jede Menge Gesprächs- und Diskussionsstoff sorgen. Die vergangenen MINT-Netzwerktreffen haben gezeigt: Der intensive Austausch und das Vernetzen sind elementar für diese Veranstaltung.

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen

In diesem Jahr fand trotz der erschwerten Bedingungen aufgrund von Covid-19 das 2. MINT-Netzwerktreffen statt, es wurde aufgrund der Umstände von einer Präsenz- in eine Onlineveranstaltung umgewandelt. Folgende Fragestellungen standen dabei im Vordergrund: Wie können wir geeignete Fachkräfte im MINT-Bereich nachhaltig binden und entwickeln? Welche Rolle spielen hierbei die Führungskultur und die Arbeitsmodelle, vor allem im Hinblick auf die digitale Transformation?

Und die zahlreichen Anmeldungen gaben dem Organisationsteam der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ mit ihrem Dienstleister Steinbeis-Transferzentrum TransferWerk-BW Recht:  Selbst Corona kann das MINT-Netzwerktreffen nicht aufhalten, und das allgemeine Interesse am Beteiligungsprogramm@MINT und dessen MINT-Netzwerktreffen ist nach wie vor sehr groß – über 100 Teilnehmer/Innen hatten sich für das 2. MINT-Netzwerktreffen angemeldet.

Der Bedarf an MINT-Fachkräften ist weiterhin sehr hoch

Das 2. MINT-Netzwerktreffen wurde nun als digitales Netzwerktreffen weiterentwickelt und lud via Videokonferenz zum gegenseitigen virtuellen Austausch. Zum Auftakt traf man sich gemeinschaftlich im Online-Plenum, wo die Moderatorin Beate Wittkopp vom Steinbeis-Transferzentrum eine kurze Einführung in das zweieinhalbstündige Programm gab. Dr. Jürgen Zieher vom Wirtschaftsministerium vermittelte anschließend einen Einblick in das Beteiligungsprogramm@MINT sowie in die Ziele der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“. Der Bedarf an Fachkräften aus dem MINT-Bereich ist nach wie vor hoch, und daher ist es umso wichtiger, mit verschiedenen und vor allem lebensphasenbasierten Konzepten der weiblichen Zielgruppe die Attraktivität der MINT-Berufe näherzubringen, so Zieher. Ein wichtiger Baustein dieser Konzepte ist auch das Beteiligungsprogramm@MINT und dessen Netzwerktreffen.

 

Das Bild zeigt die Einladung des 2. MINT-Netzwerktreffens: eine Frau, die mit einem Smartphone Bilder macht

Spannende Impulsgeber sind Teil des 2. MINT-Netzwerktreffens

Nach dieser kurzen Einführung ging es dann auch direkt los mit der Vorstellung der diesjährigen Impulsgeber und Gesprächspartnerinnen, die das Wirtschaftsministerium und das Steinbeis-Transferzentrum für das Netzwerktreffen gewinnen konnten:

  • Martina Klug, Geschäftsführerin EnBW Perspektiven GmbH
  • Janka Krings-Klebe, Geschäftsführende Gesellschafterin co-shift GmbH
  • Johanna Ang`ani, Program Director, ZaaS Development, Support & Design bei IBM

Martina Klug von der EnBW Perspektiven GmbH gab Einblick in die Konzepte der EnBW für die Mitarbeiterentwicklung und -bindung. Mit einem individuellen Beratungsangebot fördert die EnBW Perspektiven GmbH das Potential der EnBW-Mitarbeiterinnen in Richtung Führungskraft. Janka Krings-Klebe, veranschaulichte wie agiles Arbeiten einen Wandel der Arbeitsmodelle hervorruft und welche Herausforderungen hier auf Unternehmen warten. Und bei Johanna Ang`ani von IBM schloss sich der Kreis. Ihr Impuls befasste sich mit Diversität und digitaler Führungskultur. Gerade die Digitalisierung, gepaart mit Diversität, ist ein wahrer Erfolgsfaktor für Unternehmen und Mitarbeiter.

Das Bild zeigt die virtuellen Conceptboards der einzelnen Breakout-Sessions

Interaktive Breakout-Sessions machen das MINT-Netzwerktreffen lebendig

Nach den spannenden Impulsen hieß es ab in die Sessions, die zum aktiven Austausch unter den Teilnehmer und Teilnehmerinnen des 2. MINT-Netzwerktreffens zusammen mit den drei Impulsgeberinnen einlud. Session I befasst sich zusammen mit Martina Klug dem Personalwesen/-entwicklung, Session II beleuchtete nochmal mit Janka Krings-Klebe die Arbeitsmodelle im Wandel und in Session III wartete Speakerin Johanna Ang`ani mit ihrem Thema Digitale Führungskultur und Diversität auf die Diskussionsrunde.

Bei den Workshops wurde lebhaft diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht, eine Moderatorin begleitete die Sessions und hielt die Erkenntnisse auf einem interaktiven Conceptboard fest. Die Conceptboards waren für alle Sessions gleich aufgebaut: Herausforderungen, der Bedarf sowie Themen mit besonderer Wichtigkeit wurden darauf gesammelt und zusammengefasst. Die Arbeitsgruppe rund um Martina Klug hob hervor, dass gerade der Vertrauensaufbau prägend für die Mitarbeiterbindung ist und eine echte Herausforderung darstellt. Gerade die individuelle Ansprache von Frauen kann hier sehr hilfreich sein. Grundsätzlich müssen sich Frauen auch von Klischees lösen und bereit sein für den Austausch. Hilfreich für diese Prozesse ist die Bereitstellung von Personal, Ressourcen und Initiativen, Programmen die Vorbilder hervorbringen.

Vielfältige Herausforderungen für Führungskräfte und Mitarbeiter

Die Session II (Arbeitsmodelle im Wandel) brachte folgende Erkenntnisse: Gerade in hierarchischen Systemen ist es oftmals herausfordernd auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren. Wichtig ist dabei, wenn man als Führungskraft neue Modelle des Arbeitens einführt, dass man den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sicherheit vermittelt, Wohlwollen ausstrahlt und die Bedenken ernst nimmt. Auch in puncto Fehlerkultur gilt es als Führungskraft Fehler mitzutragen und besonders bei neuen Arbeitsmodellen diese auch einzukalkulieren – denn neues Arbeiten sollte auch einen Lernprozess und das Ausprobieren beinhalten

Im Workshop mit Speakerin Johanna Ang`ani von IBM (Diversität und Digitale Führungskultur) stand gerade der offene Diskurs als Herausforderung im Fokus. Diesen gilt es als Führungskraft zuzulassen und auszuhalten. Auch die Stellenausschreibungen stellen ein Problem dar, denn oftmals sind diese so formuliert, dass sich Frauen nicht angesprochen fühlen. Hier sollte mehr darauf geachtet werden, diese offener und freundlicher zu formulieren. Gerade auch im Hinblick auf Rolemodels kamen die Teilnehmer/Innen der 3. Session zu der Erkenntnis, dass nicht nur Frauen wichtig sind, sondern auch gerade die Männer sich stark machen müssen für weibliche Teammitglieder und Frauen in MINT-Berufen.

Interaktives Board hilft beim Netzwerken

Die MINT-Netzwerktreffen bieten neben dem interessanten Input der Gast-Speakerinnen auch immer die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen und kennenzulernen. Gerade bei Präsenzveranstaltungen ist es eine interessante Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen. Und auch hierfür gab es beim Online-Netzwerktreffen eine Alternative: Über die interaktive „Netzwerk-Pinnwand“ via Conceptboard konnten die Teilnehmer/Innen ihre digitale Visitenkarte hinterlassen und können so auch nach dem virtuellen Treffen in Kontakt bleiben.

Nächstes MINT-Netzwerktreffen in 2021 geplant

Im Rückblick hat das 2. MINT-Netzwerktreffen bewiesen, dass eine Netzwerkveranstaltung auch digital hervorragend funktioniert und trotz der aktuellen Krisensituation ganz neue Möglichkeiten zum Austausch bietet.  Daher kann die Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ an dieser Stelle schon mal verraten, das nächste und somit 3. MINT-Netzwerktreffen ist für den 10. Februar 2021 angesetzt und wird ebenfalls online stattfinden.

Erfahren Sie hier noch mehr über das Beteiligungsprogramm@MINT.

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