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Prof. Almut Arneth war koordinierende Leitautorin in Berichten des Weltklimarats und des Weltbiodiversitätsrats und ist eine Expertin auf dem Gebiet der Wechselwirkung zwischen Biosphäre und Klimawandel

Das Bild zeigt die Expertin für Biodiversität Prof. Almut Arneth an ihrem Schreibtisch, wie sie in ein Gespräch vertieft wild gestikuliert. Im Hintergrund sieht man eine Weltkarte.

Vom 31. Oktober bis zum 12. November 2021 fand die sogenannte „COP26“ im schottischen Glasgow statt – die 26. UN-Weltklimakonferenz. Rund 25.000 Teilnehmer und fast 200 Staaten beteiligten sich daran und debattierten über Maßnahmen und Möglichkeiten, um die Erderwärmung auf ein noch erträgliches Maß einzudämmen. Die Aufgaben der Weltklimakonferenz sind also genauso gigantisch wie das Treffen selbst – so titelte das Nachrichtenmagazin „Stern“: „Es geht um nichts weniger als eine Überlebensfrage für Millionen Menschen auf diesem Planeten.“

Prof. Almut Arneth gehört als Leitautorin verschiedener Klima- und Biodiversitätssachstandsberichte zu dem wichtigen Kreis der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die den Sachstand zu Klimawandel, Erderwärmung, Artenvielfalt und all den menschengemachten Auslösern der damit zusammenhängenden Probleme erforschen, aufbereiten und der Öffentlichkeit bereitstellen. Diese Berichte dienen internationalen Politikerinnen und Politikern unter anderem auf den Klimakonferenzen als Informations- und Entscheidungsgrundlage. Im Interview mit der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ erzählt die studierte Ökophysiologin und Helmholtz-Professorin, wie genau ihre Arbeit in solchen Komitees aussieht, was sie an ihrem Forschungsgebiet so interessiert und welche Erfahrungen sie über ihre Laufbahn hinweg am meisten geprägt haben.

Sachstandsberichte zu Klimaschutz und Biodiversität brauchen drei bis vier Jahre

Landesinitiative Frauen in MINT-Berufen: Frau Prof. Arneth, Sie waren nicht nur im Weltklimarat als Leitautorin aktiv, sondern auch im entsprechenden Pendant zum Thema Biodiversität – dem IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services). Wird man dazu berufen oder bringt man sich aktiv mit einer Bewerbung ein?

Prof. Almut Arneth: Ein bisschen von beidem. Die Autor*innen solcher Berichte werden von Regierungen nominiert und dann von den entsprechenden Gremien des IPBES und IPCC ausgewählt. Bei dieser Auswahl wird – neben der fachlichen Qualifikation – stark auf Diversität geachtet, was Herkunft anbelangt, Geschlecht, Expertise … Um allerdings von der Regierung nominiert zu werden, kann man sich mit den entsprechenden Unterlagen bewerben.

L. F. i. M.-B.: Wie muss man sich das Engagement als Leitautorin vorstellen? Gibt es regelmäßige Treffen, bei denen Sie die Erkenntnisse diskutieren?

Prof. Almut Arneth: Das ist richtig. Die Sachstandsberichte entstehen typischerweise über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren. Die Autor*innenteams treffen sich in diesem Zeitraum ein paar Mal. Einmal ganz zu Anfang, einmal einige Monate bevor die endgültige Fassung der Berichte eingereicht werden muss, und dann noch zwischendrin. Diese Treffen bringen dann die Autor*innen aller Kapitel zusammen, sodass man innerhalb der Kapitel zusammensitzen und arbeiten kann, aber auch Austausch zwischen den Kapiteln ermöglicht ist. Letzteres ist wichtig, um sicherzustellen, dass der Bericht nicht zu viel Überlappung hat, aber auch kein wichtiger Aspekt unter den Tisch fällt.

Die koordinierenden Leitautor*innen – das sind im Allgemeinen zwei bis drei Personen pro Kapitel – arbeiten bei diesen Treffen auch an der sogenannten Summary for Policy Makers. Während des Corona-Lockdowns mussten alle Treffen per Videokonferenz stattfinden, was natürlich durch die Zeitverschiebung extrem schwierig ist, da ja Autor*innen vom amerikanischen Kontinent bis nach Australien und Neuseeland dabei sind. Zudem hat der ungezwungene Austausch eindeutig gefehlt, was sehr schade war, weil wir uns sonst sicher besser kennengelernt hätten.

„Über die wichtigsten Aussagen zu Klimawandel und Biodiversität besteht Einigkeit“

L. F. i. M.-B.: Werden die Diskussionen zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Folgerungen für die Weltgemeinschaft kontrovers geführt, klaffen die Meinungen der Beteiligten auseinander? Oder ist die Sachlage so klar, dass die Wissenschaft sich einig ist und Debatten lediglich auf politischer Ebene stattfinden, wenn es um konkrete Handlungen geht?

Prof. Almut Arneth: Über die wichtigsten Aussagen zu Klimawandel, Biodiversitätsverlust und deren Ursachen gibt es bei uns Wissenschaftler*innen Einigkeit, die Faktenlage ist da ja durchaus überwältigend. Über Details wird natürlich diskutiert. Dies ist vor allem für die Summary for Policy Makers wichtig, wo ja sehr stark auf die Formulierung geachtet werden muss, da in diese Zusammenfassung formale Aussagen zu Unsicherheit und Belastbarkeit eingebaut werden müssen. Da reflektieren wir dann sehr genau, ob eine Aussage beispielsweise mit „medium confidence“ oder „high confidence“ eingehen kann, weil diese Konfidenzen dann auch entsprechend durch Textstellen in den Kapiteln belegt werden müssen.

„Wir Menschen untergraben schlichtweg unsere eigene Lebensgrundlage.“

L. F. i. M.-B.: Sie beschäftigen sich mit den Zusammenhängen zwischen Landbewirtschaftung und Erderwärmung und brachten mit dem Weltklimarat vor zwei Jahren einen Sonderbericht dazu heraus, der in der Presse stark diskutiert wurde. Was waren die neuen Erkenntnisse darin? Und wie progressiv wurden aus Ihrer subjektiven Sicht die Erkenntnisse seither in Gegenmaßnahmen umgesetzt?

Prof. Almut Arneth: Wirklich erschütternd – im Sinne von neu – waren die Erkenntnisse nicht. Allerdings ist es schon frustrierend zu sehen, wenn mal wieder alle Aspekte beleuchtetet werden, wie stark wir Menschen schlichtweg unsere eigene Lebensgrundlage untergraben, und auch, wie stark die globale Ungleichheit hinsichtlich Übernutzung der Ressourcen in den reichen und armen Weltregionen ist. Wenn ich es drastisch ausdrücken wollte, würde ich sagen, wir rennen sehenden Auges ins Verderben. Daher wird aber auch in den Berichten immer wieder auf positive Beispiele hingewiesen, welche Möglichkeiten und unterschiedlichste Hebel es gibt, Landnutzung nachhaltig zu gestalten und Mehrwert zu generieren, z.B. was gesunde Ernährung sowie Biodiversitäts- und Klimaschutz anbelangt.

L. F. i. M.-B.: Was brachte Sie dazu, sich der Ökophysiologie zu widmen? Wären auch alternative Biografien für Sie infrage gekommen?

Prof. Almut Arneth: Ich bin auf dem Land groß geworden und als Kind immer irgendwie draußen gewesen, daher habe ich wohl mein generelles Interesse für die Ökologie. Aber alternative Biografien wären sicher auch drin gewesen. Ich habe lange mit dem Biologiestudium gezögert, weil es hieß, ich würde dann eh keinen Job bekommen. Als ich mich dann tatsächlich dazu durchgerungen hatte, war ich zum Grundstudium an der Uni Ulm, wo wir unter anderem sehr interessante Vorlesungen und Praktika im Bereich Neurophysiologie hatten. Wenn ich es nicht geschafft hätte, zum Hauptstudium nach Bayreuth zu wechseln – wo Ökologie einer der Schwerpunkte war – würde ich mich jetzt vielleicht mit dem menschlichen Gehirn beschäftigen, wer weiß?

Auslandserfahrung bringt einem viel Verständnis für die Schwierigkeiten der Ausländer im eigenen Land.

L. F. i. M.-B.: Während Ihrer Laufbahn hatten Sie verschiedene Stationen an den Universitäten in Bayreuth und Lund (Südschweden), sowie an der Lincoln University in Neuseeland. Welche Erfahrungen waren dabei besonders prägend?

Prof. Almut Arneth: Nun ja, ein paar Jahre in einem landschaftlich wunderschönen Land wie Neuseeland zu verbringen, ist natürlich superklasse, und ich habe das sehr genossen. Ich hatte mir auch mal überlegt, dort zu bleiben, aber es gab dann keine geeignete Position zum richtigen Zeitpunkt. Letztlich ist Neuseeland aber auch ganz schön weit weg von allem, und die Wissenschaft lebt einfach auch vom persönlichen Austausch. Das ist vom anderen Ende der Welt aus ganz schön anstrengend. Von daher bereue ich es nicht, wieder in Europa zu sein.

Leben im Ausland ist auf jeden Fall immer eine Herausforderung, aber auch für die Persönlichkeit ein Gewinn und erweitert einfach den eigenen Horizont ungemein. Prägend ist schon auch, wenn man in einem Land ist, wo man die Sprache zunächst nicht spricht, die Kultur auch nicht ganz versteht und nach allem irgendwie fragen muss – und dann nicht mal die richtige Frage stellt. Fühlt sich an, als hätte man die soziale Kompetenz einer 10-Jährigen. Und ich ziehe daraus viel Verständnis für Leute anderer Länder, die nach Deutschland kommen, und dann erstmal total verwirrt sind und vielleicht auch ungewollt in das eine oder andere Fettnäpfchen treten.

Das Bild zeigt die Expertin für Biodiversität Prof. Almut Arneth wie sie in einem schwarzen Hemd mit den Händen locker in der Hosentasche auf einer grünen Weide steht.
Bild: © KIT/Gabi Zachmann

„Für manche Regionen der Welt haben wir ungenügende Messdaten, um abschätzen zu können, wie sich Klimawandel und Verlust der Biodiversität auswirken werden.“

L. F. i. M.-B.: Wie veränderte sich der Forschungsstand auf Ihrem Gebiet im Laufe Ihrer Karriere?

Prof. Almut Arneth: Ich bin ja in den letzten Jahren vorwiegend in der Modellierung von Ökosystemen und deren Interaktionen mit Klima und Landnutzung unterwegs. Die Modelle sind im Laufe der Zeit immer komplexer geworden, auch weil wir festgestellt haben, wie viele verschiedene Prozesse in natürlichen Systemen – und auch in sozioökonomischen! – zusammenspielen. Die müssen wir alle irgendwie berücksichtigen, wenn wir mit den Modellen Beobachtungen nachvollziehen wollen, und um diese Modelle dann auch auf die Zukunft anzuwenden. Komplexere Modelle sind dann übrigens nicht selbstverständlich auch bessere. Eine recht neue Entwicklung ist, dass auch in die Umweltforschung verstärkt Methoden des maschinellen Lernens einfließen. Auch die Messdatenlage hat sich stetig verbessert, vor allem über Satellitenfernerkundung. Das ist schon essentiell, weil Messungen unerlässlich sind, um Veränderungen zu beobachten, um Modelle zu entwickeln und um Modelle zu testen, und zu evaluieren, ob die Simulationsergebnisse denn überhaupt Sinn ergeben.

Auf der anderen Seite ist es aber leider so, dass es für viele Weltregionen immer noch ungenügende Messdaten gibt. Vor allem was langfristige Beobachtungen anbelangt, und Beobachtungen, die mehrere Aspekte an einem Standort untersuchen. Es ist zum Beispiel eine Seltenheit, wenn eine Messstation in einem Wald oder auf einer Wiese, die über mehrere Jahre den dortigen Kohlenstoffkreislauf untersucht, dann auch ein Monitoring zu Biodiversität beinhaltet. Das ist ungenügend, weil ja die Artenzusammensetzung eines Ökosystems auch die funktionellen Prozesse in diesem System mitbestimmt. Und für viele Regionen der Tropen oder weitab in Sibirien haben wir einfach noch viel zu wenig Kenntnis, um abschätzen zu können, wie sich der Klimawandel, inklusive extremer Wetterereignisse, dort auswirken wird.

Der Biodiversitäts- und Klimaforschung kann man sich aus vielen Disziplinen nähern: Biologie, Physik, Meteorologie, Geographie – oder auch Informatik, Sozialwissenschaften und Ökonomie.

L. F. i. M.-B.: Welche Veränderungen spüren Sie hinsichtlich der gesellschaftlichen und politischen Erwartungen an Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen?

Prof. Almut Arneth: Ob sich gesellschaftliche und politische Erwartungen verändert haben, vermag ich nicht wirklich zu sagen. Ich stelle aber schon fest, dass sowohl Klimawandel als auch Biodiversitätsverlust in der Gesellschaft angekommen sind. Die Frage „Findet der Klimawandel denn nun wirklich statt?“ habe ich schon lange so nicht mehr gehört. Sondern eher „Was können wir denn machen, und erreichen wir denn das Pariser Klimaziel?“.

L. F. i. M.-B.: Würden Sie jungen Menschen – und, aus Perspektive der Initiative, besonders jungen Frauen –, die sich in der Berufsorientierung befinden, zu einem Studium im Themengebiet der Biodiversität oder des Klimaschutzes raten?

Prof. Almut Arneth: Nun ja, die beiden Felder sind eben große gesellschaftliche Herausforderungen. Und wenn man eine Arbeit möchte, die auch gesellschaftlich Sinn macht, bieten sich diese Gebiete an. Man kann sich hier aus verschiedensten Richtungen annähern – aus der Biologie, der Physik, Meteorologie, Geographie … sogar aus der Informatik, gelernte Programmierer*innen sind vor allem in der Modellierung gerne gesehen. Selbst wenn man sich „nur“ auf die MINT-Bereiche beschränkt, ist einer der spannenden Aspekte, dass man auf Kolleg*innen unterschiedlichster Fachrichtung trifft. Und da sind jetzt die Sozialwissenschaften oder die Ökonomie noch gar nicht dabei. Ich beobachte auch, dass es natürlich außerhalb der Wissenschaft interessante Berufsfelder gibt, sei es in Umweltingenieurbüros, in Behörden oder bei Nichtregierungsorganisationen.

„Wir brauchen nicht nur Frauenförderung, sondern müssen auch Männer weiterbilden, um zu mehr Zeitgerechtigkeit zu kommen.“

Vom Fach unabhängig gilt auch hier: Akademia braucht Einsatz, Zielstrebigkeit und eine große Portion Glück, um ans Ziel zu kommen. Aber diejenigen, die mit Spaß und Engagement dabei sind, werden ihren Weg gehen. Mir liegt es hier auch am Herzen, den jungen Frauen endlich mal auszureden, dass sie ein „Problem“ mit „der Familie“ haben. Klar sind in der Wissenschaft die Arbeitszeiten nicht immer nur von neun bis fünf und von Montag bis Freitag. Aber das sind sie z.B. in der Musikwelt auch nicht, und trotzdem haben die Opernhäuser, Orchester, Ballette oder Popbands dieser Welt kein Problem damit, Frauen zu finden.

Ich denke, wir haben hier immer noch das Problem, dass wir als Frauen halt nicht „hinter dem Vorhang vorspielen“* können. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist kein Frauenproblem, sondern eines beider Elternteile. Und diesbezüglich bräuchten wir dann vielleicht auch hier und da keine Frauen- sondern Männerförderung, sodass wir zu mehr Zeitgerechtigkeit kommen, was berufliche und häusliche Arbeiten anbelangt.

L. F. i. M.-B.: Konnten Sie im Laufe Ihrer Tätigkeit als Professorin eine Veränderung in der Haltung Ihrer Studierenden beobachten, und hat sich die Geschlechterverteilung aus Ihrer subjektiven Sicht verändert?

Prof. Almut Arneth: In der Biologie, Geoökologie oder Geographie gab es eigentlich schon in meinen Studienjahren ein recht gesundes Gemisch der Geschlechter, was ich damals vielleicht gar nicht so wahrgenommen habe, aber was sicherlich mit zu einem angenehmen Studienklima beigetragen hat. Ich denke auch nicht, dass sich die Haltung im oder zum Studium so stark verändert hat – die Studierenden in meinen Veranstaltungen kommen mit einem großen Interesse an der Umwelt und natürlich auch mit dem Wunsch, nach dem Studium einen Beruf zu finden.

„Ich freue mich schon darauf, in den Kursen mit den Studierenden auch mal wieder herzhaft zu lachen.“

L. F. i. M.-B.: Welche Botschaften und Lehrinhalte sind Ihnen bei Ihrer Zusammenarbeit mit Studierenden besonders wichtig?

Prof. Almut Arneth: Da könnte ich jetzt eine lange Liste aufzählen … Aber fachlich ist natürlich eine gute Grundlage in spezifischen Fächern wichtig, sei es die Biologie oder die Meteorologie. Ein halbwegs gutes Verständnis von Mathe und Physik ist ganz klar notwendig. Und Programmierkenntnisse. Man muss da keine Programmierexpertin sein, aber auch für die Auswertung von Messdaten benötigt man heutzutage Programme – was allerdings an den Unis im Allgemeinen in den ersten Semestern auch gelehrt wird. Ich habe mir irgendwann im Laufe meiner Post-Doc-Zeit mal etwas Programmieren selbst beigebracht. War mühsam, ist auch sicher nicht sehr elegant. Aber auch das ist irgendwie wichtig: der Wille, sich mal hinzusetzen, um sich selbst etwas zu erarbeiten.

Und dann natürlich die Offenheit, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken um sich mit anderen Fachgebieten auszutauschen. Am allerwichtigsten ist aber der Spaß an der Sache. Der ist durch Corona eindeutig viel, viel zu kurz gekommen, und ich freue mich schon darauf, in den Kursen mit den Studierenden auch mal wieder herzhaft zu lachen.

*Studien an den Universitäten Harvard und Princeton brachten hervor, dass sich ein strikt geschlechtsneutrales Probespiel hinter dem Vorhang positiv auf die Chancen weiblicher Bewerber um Orchesterstellen auswirkt. Siehe tagesspiegel.de/kultur/schluss-unserer-serie-um-die-quote-vorspielen-hinterm-vorhang/6369248.html

Wir bedanken uns bei Prof. Almut Arneth für das Gespräch und wünschen alles Gute für die nächsten Projekte.

Das Bild zeigt die Expertin für Biodiversität Prof. Almut Arneth im Porträt.

Fotos: © KIT (oben), KIT/Gabi Zachmann (Mitte), und OPERAS (unten)

Infos zu Prof. Almut Arneth

Prof. Arneth schloss 1995 ein Studium der Ökophysiologie an der Universität Bayreuth ab. 1998 wurde sie in Umweltphysik an der Lincoln University in Neuseeland promoviert. Von 1998 bis 2004 setzte sie ihre wissenschaftliche Karriere bei Landcare Research in Neuseeland, dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie und dem Max-Planck-Institut für Meteorologie fort. Von 2004 bis 2012 war sie an der Universität Lund tätig, ab 2011 als Professorin. Seit 2012 hat sie die Helmholtz-Professur am Institut für Meteorologie und Klimaforschung (IMK) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) inne und leitet die am KIT-Campus Alpin in Garmisch-Partenkirchen angesiedelte Abteilung für Wechselwirkungen zwischen Biosphäre und Atmosphäre sowie die Arbeitsgruppe Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Atmosphäre.

Prof. Arneth war koordinierende Leitautorin des IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) zum Thema Zukunftsszenarien und Projektionen sowie koordinierende Leitautorin des IPCC-Sonderberichts über Land und Klimawandel (Kapitel 1). Darüber hinaus war sie Leitautorin im 6. IPCC-Bewertungsbericht (WG2, Kapitel über Land- und Süßwasserökosysteme), der vor kurzem im IPCC-Plenum in der Endfassung eingereicht wurde.

Veröffentlicht: 30.11.2021

 

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