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Das MINT-Bündnis feiert Jubiläum – wir blicken auf 10 Jahre begeisterter Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und Bildung zurück!

Das Bild zeigt das Keyvisual zum 10-jährigen Jubiläum der Landesinitiative.

Der 4. Juli 2011 ist für das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ ein historisches Datum, das sich nun zum zehnten Mal jährt: Der Tag, an dem das Bündnispapier von vier baden-württembergischen Ministerien und 24 Beteiligten aus Arbeitgeber- und Branchenverbänden, Gewerkschaften, Frauennetzwerken, Hochschulen, Stiftungen und der Bundesagentur für Arbeit unterzeichnet wurde. Seitdem verfolgt das Bündnis gemeinsam das Ziel, Frauen in MINT-Berufen zu stärken – ob Schülerinnen, Studentinnen, Azubis, Berufsanfängerinnen oder Wiedereinsteigerinnen. MINT-Berufe sollen sichtbarer, attraktiver und offener werden.

Dass die Gründung eines solchen Bündnisses sinnvoll und sogar unbedingt notwendig war, zeigte sich damals in den nackten Zahlen: Der Anteil der weiblichen Auszubildenden in den gewerblich-technischen Berufen lag bei lediglich acht Prozent, der Frauenanteil an den MINT-Studiengängen an baden-württembergischen Hochschulen betrug nur 27 Prozent. Was sich seither getan hat? Man kann wohl sagen: Die Situation verbessert sich – langsam aber stetig. Nach wie vor sind Frauen in den MINT-Berufen stark unterrepräsentiert, und nach wie vor sind das Bündnis, seine Aktionen und Angebote sowie das gemeinsame Ziel absolut relevant.

Der MINT-Frühjahrsreport 2021 gibt aber Anlass zur Hoffnung: Immerhin stieg die Anzahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in MINT-Berufen bundesweit von Ende 2012 bis Ende September 2020 von 875.100 auf 1.079.100 um 23,3 Prozent. Und auch auf Landesebene sieht es insgesamt ähnlich positiv aus: Im Zeitraum 2013 bis 2019 stieg die Anzahl der in MINT-Berufen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen um 23,5 %, wie die Grafik rechts zeigt. In der Informatik erhöhte sich die Anzahl sogar um 44,9 Prozent. Blickt man nur auf den Nachwuchs, lässt sich ein etwas langsamerer, aber kontinuierlicher Zuwachs beobachten: Im Zeitraum von 2013 bis 2019 ist die Anzahl der weiblichen Auszubildenden in den gewerblich-technischen Berufen um insgesamt ca. zehn Prozent angestiegen. Bei den Studienanfängerinnen in allen MINT-Studienfächern in Baden-Württemberg ist zwischen 2013 und 2019 ein zahlenmäßiger Anstieg von 3,3 Prozent zu verzeichnen.

Die Grafik präsentiert die Zahlen von 2013 und 2019 von Frauen in MINT-Berufen in Baden-Württemberg.

Klicken zum Vergrößern.

Das Bündnis – die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Gruppenbild beim 8. Jahrestreffen der Landesinitiative und des Bündnisses „Frauen in MINT-Berufen“ im Science Dome der experimenta Heilbronn.

Die Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ konnte seither viele weitere Organisationen, Initiativen, Projekte und Institutionen für das Bündnis gewinnen. Zum zehnjährigen Jubiläum werden es mit der Aufnahme von vier neuen Organisationen im Oktober 2021 nunmehr 63 Bündnispartnerinnen und Bündnispartner sein, die gemeinsam eine chancengleiche MINT-Zukunft vorantreiben. Im Rahmen des jährlichen Spitzengesprächs ziehen die Partnerinnen und Partner Bilanz zu den Wirkungen und Erfolgen des Bündnisses und legen die Schwerpunkte fest. Der Bilanzbericht 2020 steht hier zum Download bereit.

Hier können Sie alle Bündnispartnerinnen und Bündnispartner näher kennenlernen:

Die Anfänge – von der Initiative zum Bündnis

Auf Empfehlung des Innovationsrates hatte der Ministerrat im März 2010 die damaligen Wirtschafts- und Wissenschaftsministerien Baden-Württembergs mit der Umsetzung der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung“ beauftragt. Die Ziele wurden damals wie heute folgendermaßen gesetzt: mehr Mädchen und Frauen für MINT-Berufe gewinnen, die Attraktivität der MINT-Berufe für Frauen steigern, die Wiedereinstiegs- und Karrierechancen für Frauen in diesem Bereich erhöhen, die strukturellen Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern und die Ausstiegs- und Abbruchquoten während der Ausbildung verringern.

24 Partner unterzeichnen das Bündnispapier

Am 4. Juli 2011 erfolgt ein nächster Schritt: Das damalige Finanz- und Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg ruft im Rahmen der Landesinitiative das Bündnis ins Leben. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst unterzeichnen gemeinsam mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, dem Ministerium für Arbeit und Sozialordnung und 24 Bündnispartnerinnen und Bündnispartnern aus Arbeitgeber- und Branchenverbänden, Gewerkschaften, Frauennetzwerken, Hochschulen, Stiftungen und der Bundesagentur für Arbeit ein Bündnispapier. Das Bündnispapier fasst die gemeinsamen Ziele zusammen und steht hier zum Download zur Verfügung.

Mit Klick auf dieses Bild können Sie das Bündnispapier der Landesinitiative Frauen in MINT-Berufen downloaden.

Bündnis für Frauen in MINT-Berufen (PDF, 804 KB)

Wie arbeitet das Bündnis?

Das Bündnis sorgt für eine Bündelung und gute Abstimmung der Projekte, Programme und Maßnahmen der Bündnispartner entlang der Bildungskette und der Lebens-/Berufsphasen durch das gemeinsame Aktionsprogramm. Es trägt zur Schließung von Lücken und zur Qualitätssicherung durch gemeinsame Qualitätsstandards und Bilanzgespräche bei und sorgt für mehr Breitenwirkung durch eine begleitende Kampagne. Es bietet den Partnerinnen und Partnern zudem eine Plattform für Austausch und Wissenstransfer. Die Bündnispartner nutzen füreinander ihre Netzwerke und Kanäle und helfen, die jeweiligen Angebote und Errungenschaften in die Öffentlichkeit zu tragen. Hier auf der Website der Landesinitiative werden alle Aktivitäten in regelmäßigen Abständen geteilt und beworben. Im Blog finden sich beispielsweise wiederkehrend die Bündnis-News, in denen alle Neuigkeiten gesammelt vorgestellt werden. Zu den jüngsten News geht es hier.

 In unseren Praxisbeispielen auf der Website wird der Inhalt des jährlichen Aktionsprogramms, in welches alle Bündnispartnerinnen und -partner ihre Veranstaltungen, Projekte und vieles mehr einbringen, vorgestellt. Ebenso finden Sie diese Inhalte und weitere – nach speziellen Suchkriterien sortiert – auch in der MINT-Map. Hier gelangen Sie direkt zu der interaktiven MINT-Map.

Darüber hinaus entstehen auch gemeinsame Projekte, in denen sich verschiedene Bündnispartnerinnen und Bündnispartner engagieren. So zum Beispiel in den Arbeitsgruppen, in denen vertieft an Themen von besonderer Bedeutung gearbeitet wird und konkrete Maßnahmen und Formate zur Weiterentwicklung der Arbeit der Landesinitiative geplant und aktiv angegangen werden.

Das Wirtschaftsministerium hat seit 2018 das Förderprogramm Girls‘ Digital Camps ins Leben gerufen. Seit 2021 werden drei Verbundprojekte gefördert, die das Programm in allen zwölf Wirtschaftsregionen Baden-Württembergs umsetzen. Die Koordination der Verbundprojekte liegt bei den MINT-Bündnispartnern Hochschule Esslingen, CyberForum e.V. und PH Heidelberg. Die Girls‘ Digital Camps sollen Schülerinnen auf dem Weg in die digitale Welt begleiten und sie für alle damit verbundenen Themen und zukunftsweisenden Berufe begeistern.

Konkret bekommen Mädchen und junge Frauen von Klasse 6 bis Klasse 8 Einblicke in digitale Anwendungen und Berufsfelder. Die Teilnehmerinnen stärken durch das praktische Erleben ihr Selbstbewusstsein im Umgang mit und in der Gestaltung von digitaler Technik und erleben, wie vielfältig, kreativ, zukunftsorientiert und gesellschaftlich relevant digitale Anwendungen und Berufe sind.

Mit Klick auf dieses Bild von zwei Mädchen gelangen Sie zum Beitrag über Digital Camps.

In die lange Liste der Aktivitäten des Bündnisses reiht sich auch das Beteiligungsprogramm@MINT ein. Damit werden Unternehmen in Baden-Württemberg dabei unterstützt, den Bedarf an (weiblichen) MINT-Fachkräften zu sichern und eine moderne Unternehmenskultur 4.0 aufzubauen. Ziel des Beteiligungsprogramm@MINT ist zudem, ein MINT-Netzwerk mit einem breiten Spektrum an Unternehmen in Baden-Württemberg aufzubauen. Bei den MINT-Netzwerktreffen erhalten die beteiligten Unternehmen Input und haben die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch zu Best-Practice-Beispielen.

Das Jahrestreffen bringt das Bündnis zusammen

Jedes Jahr lädt die Landesinitiative das gesamte Bündnis zum Bilanzgespräch ein, bei dem Erfolge und Fortschritte diskutiert, resümiert und gewürdigt werden. Zudem werden Maßnahmen und Schwerpunkte für die Zukunft festgelegt.  Das 8. Jahrestreffen im Oktober 2019 fand beispielsweise im Science Dome der experimenta statt und bot einige Highlights. So gab Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut auf der Veranstaltung den Startschuss des Videowettbewerbs „Girls Change IT“, bei dem Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 16 Jahren in einem kurzen Videoclip zeigen, warum es mehr digitale Girl-Power in IT-Berufen braucht.

 2020 fand das Bilanzgespräch aufgrund des Pandemiegeschehens zum ersten Mal digital statt. Für das Jubiläumsjahr ist aber am 18. Oktober 2021 bereits das 10. Bilanzgespräch in Präsenz in Planung. Und eins ist klar: Das Bündnis wird weiter mit vereinten Kräften an seiner Mission arbeiten – Frauen in MINT-Berufe!

Julia Heidinger zusammen mit Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Botschafterin des Filmwettbewerbs „Girls change IT“: Julia Heidinger zusammen mit Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Übersicht über Publikumsraum und Bühne des Jahrestreffens

Treffen der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ am 10.10.2019 auf der experimenta in Heilbronn

Happy Birthday, liebes MINT-Bündnis!

Das Bild zeigt eine junge Frau, die an einem Computer sitzt.

Um das Bündnis zum zehnten Jahrestag angemessen zu feiern, werden wir auf der Website der Landesinitiative den Partnerinnen und Partnern in den nächsten Wochen extra viel Aufmerksamkeit schenken und ihre Aktivitäten in neuen Formaten vorstellen. Zudem werden sich auf den Social-Media-Kanälen (facebook und Instagram) der Landesinitiative vermehrt Inhalte aus dem Bündnis zeigen. Achten Sie auf unser neues Jubiläumslogo!

 

Die Beteiligten der Landesinitiative möchten sich an dieser Stelle bei allen Engagierten aus dem Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ und den jeweiligen Netzwerken, die dahinterstehen, herzlich bedanken. Für die unermüdliche Arbeit an den gemeinsamen Vorhaben, für die inspirierenden Ideen und für die stets motivierte Umsetzung aller Projekte. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre gemeinsames Engagement für Frauen in MINT-Berufen.

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